Fragen & Antworten
Was muss man beachten, wenn man eine Feuerbestattung wünscht?
Der Verstorbene kann zu Lebzeiten eine entsprechende schriftliche Willenserklärung abgeben. Falls keine Äußerung vorliegt, entscheiden die Angehörigen über die Bestattungsform.
Welche Verstorbenen werden im Hamburger Krematorium angenommen?
Ob ein Verstorbener aus Hamburg kommt oder nicht – das Hamburger Krematorium steht ohne Einschränkungen allen offen.
Wo kann man Abschied nehmen?
Für Ihre Trauer- oder Gedenkfeier stehen Ihnen auf den Friedhöfen Ohlsdorf und Öjendorf Kapellen, Feierhallen und Abschiedsräume nach Ihrer Wahl zur Verfügung – auch für einen Abschied am offenen Sarg. Auf Wunsch ist es Ihnen im Krematorium in Öjendorf möglich, in einem besonderen Raum mit Blick auf den Sarg, dem Verstorbenen bis zur Einäscherung ein letztes Geleit zu geben (Bild rechts).
Wie lange muss man auf die Einäscherung warten?
Jeder Sarg wird zunächst in einer Verstorbenenhalle angenommen. Am folgenden Tag findet die gesetzlich vorgeschriebene zusätzliche Leichenschau statt. Wenn Totenschein und Sterbeurkunde vom Standesamt vorliegen (dieses Dokument besorgt Ihr Bestatter) und es keine Beanstandungen bezüglich der Todesursache gibt, kann die Einäscherung noch am selben Tage erfolgen. Das Hamburger Krematorium garantiert die Einäscherung innerhalb von drei Werktagen.
Wird jeder Verstorbene einzeln eingeäschert?
Selbstverständlich. Jeder Sarg kann der Verbrennung nur einzeln zugeführt werden. Einäscherungen ohne Sarg sind nicht möglich. Übrigens: eine Einäscherung dauert ungefähr eine Stunde und wird bei Temperaturen von 800 bis 1000°C durchgeführt.
Sind Sargbeigaben erlaubt?
Es könnte der Wunsch der Angehörigen entstehen, dem Sarg vor der Einäscherung persönliche Gegenstände beizugeben. Ebenso wie das Anlegen privater Kleidung ist dies wegen einer eventuellen Schadstoffentwicklung nicht möglich.
Befindet sich in der Urne auch wirklich die Asche meines Angehörigen?
Ja. Jeder Sarg wird mit dem Namen des Verstorbenen und einer Einäscherungsnummer versehen. Dieselbe Nummer wird auf einen feuerfesten Stein graviert, der später zusammen mit der Asche in die Urne gegeben wird. Wenn sich nach vielen Jahren die Aschekapsel im Erdboden aufgelöst hat, ist dieser Stein noch vorhanden. Das Grab, in dem er dann gefunden wird, kann der Asche und dadurch dem Verstorbenen zugeordnet werden. Zusätzlich wird der Urnendeckel mit Einäscherungsnummer, Ort der Einäscherung sowie Namen und Lebensdaten des Verstorbenen beschriftet.
Was ist bei einer Schmuckurne zu beachten?
Im Anschluss an die Kremation wird die Asche in eine Aschenkapsel aus Metall (Urne) gefüllt.
Auf Wunsch kann noch zusätzlich eine besonders gestaltete Schmuckurne verwendet werden. Hierbei handelt es sich um eine Überurne: Die Asche verbleibt in der Aschenkapsel aus Metall, diese wird in die Überurne hineingesetzt.
Bei einer Beisetzung im Erdreich muss sie innerhalb von 25 Jahren vergehen können. Als Material kommen daher neben bestimmten Metallen nur unbehandeltes Holz und weich gebrannte Keramik in Frage, nicht jedoch Glas, emailliertes Metall oder fest gebrannte Keramik.
Diese Einschränkungen in der Materialwahl gelten jedoch nicht für Schmuckurnen, die oberirdisch beigesetzt werden – etwa in einem Kolumbarium oder in einer Urnenwand.
Kann man sich im Hamburger Krematorium für eine Seebestattung einäschern lassen?
Selbstverständlich. Nach der Einäscherung wird die Asche des Verstorbenen in eine spezielle Seeurne, die sich innerhalb von 24 Stunden im Seewasser auflöst, gefüllt. Diese wird dann vom von Ihnen beauftragten Bestattungsinstitut abgeholt, welches die weiteren Schritte der Seebestattung für Sie organisiert.
